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Mich hatten schon immer die Bilder von den wilden Gesellen gereizt, die sich mit Crawlern durchs leben begeben. Bedingt durch den nachlassenden Spaß beim Trialfahren, nachdem in der IGMTT die Intriganten die Oberhand gewannen - was meinen Austritt zur Folge hatte - habe ich nun damit begonnen mich mit Crawlern zu beschäftigen. Es begann also, wie alles beginnen muss - mit der Suche nach geeigneten Achsen in der eBucht. Das erste Objekt der Begierde wurde von seinem Anbieter unmittelbar vor
Angebotsende zurückgezogen - also erstand ich ersatzweise einen anderen Tamiya
Clod Buster. Etwas verärgert darüber, dass das Angebot so kommentarlos gekillt wurde, habe ich dann den Anbieter angemailt und nachgefragt. Und siehe da, man sollte nicht vorschnell urteilen, sondern fragen: Das Teil war nach einem Besuch kleiner Liebhaber tatsächlich defekt. Für mich war das aber nicht entscheidend und so wurden wir uns schnell handelseinig - und ich hatte 4 Achsen. Davon kann man aber nie zuviel haben, aber das wird hier beschrieben. Zuerst einmal hatte ich den Clod total zerlegt. Das galt auch für die Achsen. Danach wurden die Achsen und Achsinnenleben gründlich gereinigt und wieder kugelgelagert montiert. Um eine verlustfreie Lenkung zu erhalten, habe ich die Lenkservos direkt auf die Achsen montiert. Danach kamen die Befestigungen für die Links. Für die Verbindung zu den Achsen habe ich zur Zeitersparnis die Klauen von Georg Batschi verwendet. Allerdings habe ich sie nicht auf die Verstärkungen des Achsgehäuses gesetzt, sondern etwas weiter innen direkt auf das Gehäuse, um einen größeren Lenkeinschlag zu erhalten. Um den Durchmesser auszugleichen habe ich Einlege-Schalen aus Telefon gedreht. Als nächstes kam dann das Chassis dran. Die Seitenteile sind aus 3mm-Alublech gefräst. Den groben Zuschnitt haben wir mit einer normalen Kreissäge gemacht. Das ging wider Erwarten gut, war aber höllisch laut. Als Stoßdämpfer habe ich die Orginaldämpfer verwendet, allerdings wurden sie dafür optimiert und haben jetzt andere Befestigungspunkte und einen längeren Dämpferweg. Das erste Ergebnis konnte sich sehen lassen und die ersten Fahrversuche im Garten ließen viel zukünftigen Fahrspaß erwarten. Als Karosserie lief mir ein 56ger Chevy Nomad über den Weg. Eine in meinen Augen sehr hübsche Karosserie. Die Bestückung mit Licht war natürlich obligatorisch und beim Lackieren bereits vorbereitet. Um den Gripp zu erhöhen habe ich damit experimentiert, das Reifenprofil zu
beschneiden. Der erste Ansatz sah so aus: Im Dezember 2005 war es dann soweit - erste echte Testeinsätze. Warum muss
man eigentlich um andere Fahrzeuge herum fahren?
Der Boden war aufgeweicht und es gab eine mächtige Schlammschlacht Nachdem wir den Hügel unter die Räder genommen hatten, war er praktisch nicht mehr begehbar.
Bei besseren Witterungsverhältnissen kam dann der nächste Test auf Herz und Nieren. Hatte der Blue Crawl sich im Matsch schon gut geschlagen, so zeigte er jetzt, was er konnte. Steigungen bis zu 70° hat er geschafft. Auch an fachkundigem Publikum fehlte es nicht: Bei derartigen Extremfahrten hat selbst Lexan den kürzeren gezogen. Erste Ermüdungserscheinungen sind schon erkennbar.
Als es nach Hause ging, hatte sich die Karosserie endgültig vom Chassis
getrennt, was aber dem Spaß keinen Abbruch tat. Alles in allem ein Auto, das mächtig Spaß macht. Hier noch einmal die Bilder von den fertig beschnittenen Reifen:
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